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tas nutzt strengen Frost für Eistauchausbildung.

Taucherinnen und Taucher schwärmen ohnehin schon von der Faszination ihres Sports, dem schwerelosen Schweben unter Wasser inmitten einmaliger Flora und Fauna. Wer meint dass das unbedingt mit Sommer und warmem Wasser verbunden sein muss, wird erstaunt sein wenn er an einem kalten Wintertag an einem zugefrorenen See Taucher sieht die eine ganz besondere Variante des Unterwassersports ausüben: Eistauchen!

Die Herausforderungen dieser ganz speziellen Art des Tauchens sind offensichtlich. Die geschlossene Eisdecke, die kein sofortiges Auftauchen zulässt und das kalte Wasser verlangen nach einer besonderen Ausbildung, die es erst ermöglicht, solche Tauchgänge sicher durchführen zu können.

Die Tauchakademie Süd hat schon früh im Winter den Plan gehegt, einen Spezialkurs Eistauchen nach den Richtlinien des VDST anzubieten. Aber wer hat im Ernst noch Ende Januar daran gedacht, dass bei den nicht gerade winterlichen Temperaturen ein Kurs im unserer badischen Heimat zustande kommen könnte? Doch dann kam der Februar, und es musste schnell gehen mit der Organisation des Kurses. Zwei Wochen strenger Frost haben gereicht, um auf einigen Seen eine geschlossene Eisdecke zu bilden.

Am Faschingswochenende trafen sich also die fünf Kurteilnehmer und ihre vier Ausbilder von der TAS zum SK Eistauchen. Der Samstagvormittag war reserviert für den Theorieunterricht. Rainer, Frank und Felix haben alles Wichtige vermittelt, das für das Tauchen unter Eis unabdingbar ist: physikalische Gesetzmäßigkeiten, medizinische Aspekte beim Tauchen in kaltem Wasser, besondere Anforderungen an die Tauchausrüstung sowie die richtige Vorbereitung und Durchführung eines Tauchgangs.

Anschließend gingen wir zum praktischen Teil der Ausbildung über mit Tauchgängen in einem nicht zugefrorenem See. Ihr Zweck war das Einüben des Tauchens mit Sicherungsleine, wobei die Auszubildenden auch die Rolle des Leinenführers außerhalb des Wassers einnehmen konnten. So bestand die Möglichkeit, die Signalgebung an beiden Enden des Seiles einüben zu können.

Der Höhepunkt des Kurses war dann am Sonntag erreicht; der Eistauchgang. Der Plittersdorfer See war unser Gewässer der Wahl für den ersten echten Eistauchgang für die Kursteilnehmer. Nachdem mit vereinten Kräften ein entsprechender Taucheinstieg in der Eisdecke geschaffen wurde gingen die Gruppen nacheinander zum Tauchen unters Eis. Alle, die an diesem Tag zum ersten Mal unter Eis tauchten waren hinterher einer Meinung: es war ein großartiges Erlebnis! Das klare Wasser mit Sichtweiten von über 15 m und die Sonne, die hin und wieder während der Tauchgänge ihre Strahlen durch die Eisdecke warf sorgten für phantastische Lichtspiele.

Die Kursteilnehmer danken den Ausbildern Frank, Felix und Rainer von der tas für die fundierte Ausbildung und die kompetente Durchführung des Kurses. Ein besonderer Dank gilt auch Joachim und dem TC Koralle Muggensturm für die Zurverfügungstellung des Vereinsheimes und die Sorge um das leibliche Wohl der Kursteilnehmer.

Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass die tas mit ihrem Ausbildungsleiter Frank Rotzinger in der Lage ist, auch kurzfristig Seminare auf höchsten Niveau durchzuführen.

Es wird sicher nicht das letzte Seminar sein, das ich bei der tas besuchen werde.

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Die tas bedankt sich bei JoSch für den Teilnehmerbericht zum SK Eistauchen.

Großflächige Sondierung der Rhein Petroleum GmbH nach Kohlen-wasserstoffen (Erdölsondierungen) im nördlichen Landkreis Karlsruhe. Hydrophonkabel in Baggerseen.

Im Auftrag der Rhein Petroleum GmbH werden seit Januar dieses Jahres im nördlichen Landkreis Karlsruhe großflächig 3D-seismische Messungen durchgeführt, um vorhandene Erdölvorkommen zu lokalisieren und deren Gewinnungsrentabilität zu überprüfen. Hierfür werden Unmengen an Kabeln mit sog. Geophonen (Erdmikrofone) linienartig in Nord-Süd-Abständen von 200m bis 400m von Ost nach West, über die gesamte Landstrecke ausgebracht. Selbst die vorhandenen Gewässer werden hiervon nicht ausgenommen. Mittels speziellen Vibrationsfahrzeugen werden die Schallmessungen ausgelöst.
Was an Land mit Geophone - Kabelsträngen gemessen wird, soll an sämtlichen Seen mit verkabelten Hydrophonen geschehen. Hydrophone sind kleine, kunststoffummantelte Messgeräte, welche durch Kabel mit Bojen an der Wasseroberfläche verbunden sind. Durch ihr Eigengewicht sinken sie bis zum Gewässergrund ab.
Die an der Oberfläche mittels eines orangenen Kabelstrangs verbundenen Bojen (Bojenabstand ca. 40m) werden entlang einer geraden Linie in Ost-West-Richtung von Ufer zu Ufer verlegt. Die Entfernung zwischen den Bojenlinien (Nord-Süd) wird auf dem See entsprechend den an Land verlegten Geophonkabeln 200m betragen.
Messungen sind für den Zeitraum ab sofort bis März / April 2012 vorgesehen. Die einzelnen Hydrophonauslagen verbleiben je nach Messfortschritt ca. 2-4 Wochen im jeweiligen Gewässer und werden nach Abschluss der Messungen wieder vollständig entfernt.

Betroffen sind folgende Gewässer:

  • Baggersee Fuchs & Gros, Eggenstein
  • Baggersee Mittelgrund, Leopoldshafene
  • Baggersee Weingarten
  • Baggersee Metzgerallmend, Untergrombach
  • Baggersee Alte Allmend, Büchenau
  • Heidesee Forst
  • Hardtsee Weiher

Achtung!
Da die Hydrophonkabel in einem Raster von 40m (Ost-West) auf 200m (Nord-Süd) von den Oberflächenbojen bis zum Seegrund reichen, kann die Gefahr nicht ausgeschlossen werden dass Taucher, welche mit diesen vertikal verlaufenden Kabellinien kollidieren, ggf. mit Equipmentteilen darin hängen bleiben können.
(...) Auf Nachttauchgänge sollte zur eigenen Sicherheit verzichtet werden.

Quelle: TSC Bruchsal / Forst

 
 
 
 
 

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